Tipps für Immobilienkäufer: Welche energetischen Sanierungen wirklich nötig sind.

 

  

Gebrauchte Häuser sind oft erstaunlich günstig - manchmal aber nur auf den ersten Blick. Denn in vielen Fällen ist eine energetische Sanierung nötig, die mit erheblichen Kosten verbunden sein kann.

 

Wer ein gebrauchtes Haus kaufen will, sollte deshalb schon vorab abwägen, welche Sanierungen anfallen und wie viel diese kosten werden.

 

 

Sanierungspflichten: 

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) nimmt auch Besitzer von Altbauten in die Pflicht: So mussten diese bis zum 31. Dezember 2011 die obersten Geschossdecken ungedämmter Dächer nachträglich dämmen.

 

Eine Ausnahme gilt nur für Eigentümer von selbst bewohnten Ein- und Zweifamilienhäusern, die von dieser Pflicht ausgenommen sind.

 

Wird ein Ein- oder Zweifamilienhaus allerdings verkauft, so muss der neue Eigner die Geschossdecke oder wahlweise auch das gesamte Dach innerhalb von zwei Jahren nachträglich dämmen. Allerdings sieht die EnEV keine Sanktionen, etwa in Form eines Bußgeldes vor, wenn man diese Vorschrift missachtet. Insofern ist die Verordnung in diesem Punkt ein zahnloser Tiger.

 

 

Sinnvolle Sanierungsmaßnahmen:

Wer ein altes, sanierungsbedürftiges Haus energetisch auf den neuesten Stand bringen will, muss oft mit Kosten rechnen, die schon recht nahe an die eines Neubaus heranreichen. Vielen Hauskäufern ist dies finanziell schlechterdings nicht möglich. Es gilt also, diejenigen Arbeiten vorzuziehen, die das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis versprechen.

 

 

Mit kleinen Maßnahmen den Energieverbrauch senken: 

Kleinere Verbesserungen lassen sich auch schon für wenig Geld realisieren. So sollten Heizungsrohre einer alten Heizungsanlage nachträglich gedämmt werden. Ein hydraulischer Ausgleich und der Einbau einer energiesparenden Umwälzpumpe kosten nur wenige hundert Euro und amortisieren sich innerhalb weniger Jahre.

 

Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist zumindest dann preiswert, wenn der Hausherr dies selbst erledigt. Die einfachste Variante besteht darin, einfach Dämmplatten oder -matten auszulegen. Nachteil: Der Spitzboden ist danach nicht mehr begehbar, außer man entscheidet sich für spezielle Dämmsysteme, die dies ermöglichen. Außerdem nimmt die Raumhöhe ab. Wer aber den Spitzboden ohnehin nicht nutzt, dürfte damit kein Problem haben.

 

Zwar bietet es sich an, alte Fenster gegen neue mit Wärmeschutzverglasung auszutauschen. Fehlt hierzu das Geld, kann man die alten Fenster jedoch auch mit kleinen Maßnahmen zumindest etwas verbessern: Gerade alte Doppelkastenfenster sind wegen der Luftschicht zwischen den Scheiben hinsichtlich ihrer Dämmung gar nicht so schlecht, der Einbau von Gummidichtungen kann den energetischen Zustand zumindest etwas verbessern und kostet nicht viel.

 

 

Energetische Sanierung nach dem Hauskauf: 

Eine echte energetische Sanierung nach dem Hauskauf verspricht eine höhere Energieeinsparung, ist aber ungleich teurer als die oben beschriebenen kleinen Verbesserungen. Soll ein Haus grundlegend saniert werden, empfehlen Experten, Wärmedämmung und den Einbau neuer Fenster gleichzeitig anzugehen.

 

Grund: Baut man zuerst nur neue Fenster ein, kann sich schlimmstenfalls eine Schimmelproblematik entwickeln. Denn unter Umständen haben die modernen Fenster einen besseren Dämmwert als dünne Altbauwände.

 

Als Folge kondensiert dann Luftfeuchtigkeit nicht an den Fenstern, sondern an den Wänden. Zumindest dann, wenn die Altbauwände eine sehr schlechte Dämmung aufweisen, sollten Fenstertausch und Fassadendämmung gleichzeitig erledigt werden.

 

Eine nachträgliche Isolierung des Dachs bietet sich vor allem dann an, wenn dieses ohnehin neu gedeckt werden muss. Erst als nächsten Schritt sollte man den Austausch der Heizungsanlage angehen. Denn diese kann oft wegen des geringeren Energiebedarfs des Gebäudes kleiner dimensioniert ausfallen.

 

Ob und welche Sanierungsmaßmahmen sinnvoll sind, ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Kommt ein Gebäude für einen Hauskauf in die nähere Auswahl, sollten nachfolgende Aspekte beachtet werden:

 

  • Aus welchem Material besteht das Mauerwerk? Dünne und nicht gedämmte Außenwände aus Kalksandstein dämmen vergleichsweise schlecht, dickes Ziegelmauerwerk deutlich besser. In einem solchen Fall kann beim Einbau neuer Fenster (zunächst) auf eine zusätzliche Fassadendämmung verzichtet werden.
  • Ist das Dach gut, schlecht oder gar nicht gedämmt? Bei einer mittelmäßigen Dämmung besteht kein akuter Sanierungsbedarf. Dann verspricht der Austausch einer alten Heizung in Hinblick auf die Kosten-/Nutzen-Relation mehr Kosteneinsparungen.
  • Lassen sich Solarmodule zur Heizungsunterstützung leicht nachrüsten? Welchen Aufwand verursachen entsprechende Installationen, ist die Heizungsanlage überhaupt so ausgelegt, dass eine Solarunterstützung nachgerüstet werden kann?
  • Wie alt sind die Installationen eines Hauses? Selbst dann, wenn diese noch den Anforderungen entsprechen, zeichnet es sich bei älteren Installationen oft ab, dass eine Erneuerung in näherer Zukunft sinnvoll ist. Dies betrifft die Heizungs- und Sanitärinstallation sowie die Elektrik.

 

 

Wer bei einer energetischen Sanierung bestimmte Anforderungen einhält, kann Zuschüsse oder zinsvergünstigte Darlehen der KfW-Förderbank in Anspruch nehmen.

 

 

 

Mehr dazu unter folgendem Link: Quelle bei Immowelt.de öffnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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